In der Distillerie werden heute neben dem Manager insgesamt nur 9 Mitarbeiter beschäftigt (früher waren es 50), nämlich 3 wash men, 3 still men und 3 warehouse men. Mit diesen 9 Mitarbeitern wird die Distillerie in der Saison 24 Stunden an 6 Tagen in der Woche betrieben.
Eigentümer von Ardbeg ist die Glenmorangie Plc/ Mc Donald Murray. Zur Gruppe gehören auch die Distillerie Glenmorangie und Glen Moray. 50% der Produktion von Ardbeg wird für Blending (z.B. in Ballantins, Long John, etc.) verwendet (bei Caol Ila sind es vergleichsweise 98%), der Rest wird in Fässer gefüllt und eingelagert. Der heutige Fassbestand der Distillerie Ardbeg stammt aus den 70er, 80er und 90er Jahren, der größte Teil aus den 80er Jahren.
Mit 74,2% wird der Whisky in die Fässer gefüllt, bis in die 70er Jahre wurden von Ardbeg vorwiegend ehemalige Sherry-Fässer verwendet, heute sind es fast ausschließlich Bourbon Fässer (reassembled - also generalüberholt). Pro Woche werden 950.000 Liter Whisky produziert, man bezeichnet den Ardbeg als “The smokiest Whisky of Scotland” also als den rauchigsten Whisky Schottlands. Das Malz kommt von den Port Allen Maltings.
Das Malz wird vor dem Einweichen in den washbacks gemahlen. Die Mühle von Ardbeg ist bereits seit 90 Jahren im Originalzustand im Betrieb, nur die stainless steel Walzen wurden erneuert. (früher waren dies Holzwalzen). Die Mühle mahlt 4,5 Tonnen Malz pro Stunde (kleine Nebeninformation: zum Zeitpunkt unseres Besuches am 03.08.2003 war der Preis für 1 Tonne Malz 270,00 englische Pfund). Von der Mühle kommt das gemahlene Malz in die washbacks. Bei der Distillerie Ardbeg werden 4,5 Tonnen Malz in jede washback gefüllt und mit 17.500 l Wasser von 80° Grad Temperatur vermischt. Es handelt sich dabei um sehr weiches Wasser aus den Seen der Umgebung der Distillerie Ardbeg, das nicht gefiltert wird, sondern nur auf 80° Grad erhitzt wird.
Die Distillerie Ardbeg macht keine Sommerpause wie die anderen Distillerien. Bei den anderen Distillerien ist das im Sommer wegen Wassermangels nötig, bei der Distillerie Ardbeg gibt es aber genug einige Seen in der Umgebung, so dass die Wasserversorgung das ganze Jahr über gesichert ist.
Die Einmaischbottiche (washbacks) wurden 1999 erneuert und sind heute aus stainless steel. Die insgesamt 21.500 l wart (Maische-Wassergemisch, das beim 8-stündigen Einweichen des Malz entsteht) kommen in die washbacks, vergären dort 60-80 Stunden (normalerweise bei anderen Distillerien nur 40-45 Stunden). Diese Gärungszeit muss wegen des hohen Phenolgehalts des Malzes bei der Distillerie Ardbeg viel länger sein als bei anderen.
Die Distillerie hat 2 stills, 1 wash still und 1 spirit still. Die spirit still der Distillerie Ardbeg wurde 2001 total erneuert. Nur die Hälfte einer washback passt in die wash still, dass heißt, es werden zwei Brennvorgänge pro washback benötigt. Nach der ersten Destillation in der wash still wird das Destillat in der spirit still ein zweites Mal destilliert und erreicht dort maximal 80 %Vol. Jede Brennerei Schotlands hat Ihre eigenen, ganz speziellen stills, die sich Größe und Form voneinander unterscheiden und deshalb alle Ihre ganz eigenen Destillate erzeugen.
Der Rest, der in wash still nach dem ersten Brennvorgang verbleibt, ist fast alkohollos und wird als Dünger an die Landwirtschaft verkauft oder ganz einfach im Loch versenkt. Diese Flüssigkeit wird vorher durch Wärmetauscher für das Vorwärmen des neuen Washback-Inhalts genutzt. 45 Minuten nach Einfüllen des wart in die wash still beginnt der Inhalt zu kochen und wird innerhalb von 4 Stunden zum so genannten “low wine” destilliert, bis aus der still reines Wasser kommt.
Die gesamte Produktion der wash stills ist der so genannt low wine (ca. 25% Vol.). Er wird ein zweites Mal destilliert (auf 75% Vol bis maximal 80% Vol). Die zweite Destillation dauert 4 Stunden an. Das gewonnene Destillat wird in zwei Teile aufgeteilt. In den low wine kommen der Vor- und der Nachlauf (1/3 des gewonnenes Destillats), die restlichen 2/3 sind der so genannte junge Whisky. Für jeden Destillationsvorgang in der spirit still wird diese also mit etwa 1/3 low wine vom vorherigen Destillationsvorgang und 2/3 wart gefüllt.
Der Name dieser schottischen Malt-Destillerie ( ausgesprochen "ochentóschen") bedeutet „Ecke des Feldes“ und sie liegt in den Lowlands am westlichen Stadtrand von Glasgow. Obwohl zu den Lowlands gehörend, wird das Wasser von den Kilpatrick Hills verwendet, die bereits zu den Highlands gezählt werden. Auchentoshan ist die einzige noch verbliebene Brennerei, die das für diese Region früher typische Verfahren der Dreifachdestillation benutzt, um weiche und duftende Whiskies auf der Basis von nur leicht getorftem Malz entstehen zu lassen. Die Vergärung findet dabei noch teilweise in Gärbottichen aus Lärchenholz statt. Auchentoshan hat ein frisches, leicht zitrusartiges Aroma und eine warme Farbe, die an sonnendurchflutete Weizenfelder erinnert.
Der Name ( ausgesprochen " Och-roisk n") bedeutet „Furt am roten Strom“ und sie liegt einige Meilen südwestlich von Dufftown an der B 9009. 1974 von IDV gebaut, wurde ihr Whisky zuerst als „Singleton of Auchroisk“ vermarktet. Die Brennerei besticht durch Ihre schönen, sich ins Moor ausdehnenden Gebäude mit Steildä-chern (dafür hat sie übrigens schon Architekturpreise gewonnen). Heutiger Besitzer ist UDV (Diageo).
Der Whisky ist mittelschwer, angenehm fruchtig, erinnert an Birnen mit zarten Anklängen von Vanille und Torf. Er ist kräuterwürzig mit Noten von Liebstöckel und Muskatnuss. Im weichen, leicht rauchigen Finale bleibt die Honigsüße mit einer Prise Pfeffer. Ein feiner Aperitif-Whisky. Die Whiskies reifen in alten Sherry-Fässern, sie sind mittelschwer, leicht süß und haben sehr viel Finesse.
Das „Malz“ wird nur leicht getorft, die fruchtigen Aromen bleiben im Vordergrund.
Die Brennerei Balmenach, der Name bedeutet "Siedlung in der Mitte", ausgesprochen mit einer deutlichen Betonung auf der zweiten Silbe, befindet sich in der Nähe der Ortschaft Cromdale, zwischen Grantown-on-Spey und Bridge of Avon. Sie wurde 1824 von der Familie McGregor, die auch den bekannten Autor Sir Robert Bruce Lockart hervorgebracht hat, gegründet. In seinem Buch "Scotch" hat Lockart das Leben in der Mitte des 19. Jahrhunderts in der Brennerei Balmenach eindrucksvoll beschrieben. Einer der drei gründenden McGregor-Brüder soll, so wird berichtet, bereits zuvor sehr erfolgreich als illegaler Brenner tätig gewesen sein. Zwischen 1993 und 1997 war die Brennerei geschlossen und produziert seit 1998 wieder unter dem neuen Besitzer "Inver House Distillers". Die Produktion erfolgt unter anderem in sechs Gärbottichen aus Douglasienholz. Der produzierte Whisky zeigt sich vom Stil her leicht torfig, gewaltig und sehr blumig. Dazu finden sich leicht süßliche, honigartige Heidekraut-Noten.
Der Name der Brennerei (ausgesprochen "bouwmor") bedeutet "großes Riff". Sie liegt im gleichnamigen Hauptort im Zentrum der Whisky-Insel Islay, direkt am Ufer von Loch Indaal. 1779 gegründet, produziert Bowmore noch immer einen großenTeil des benötigten Malzes mit ganz in der Nähe gestochenem, eigenem Torf selbst. Das verwendete Wasser stammt aus dem leicht torfigen Fluss Laggan. Die Lage in der Mitte von Islay wird gleichsam reflektiert von ihrem Whisky, der alle Charakteristika der Insel aufweist, dabei aber nie ins Extreme verfällt und trotzdem über eine starke Rauchigkeit und Torfigkeit verfügt. Da die Lagerhäuser von Bowmore nicht nur am Meer, sondern teilweise sogar unter dem Meeresspiegel liegen, weist dieser Whisky auch salzige Noten auf. Dabei besticht er durch seine mitteltorfigen, lieblichen Noten mit einer Spur von Salz und einer leichten Süße. Ein sehr runder Malt mit warmem Abgang.
Der Name der Brennerei (ausgesprochen "bräs") bedeutet "Hang des Glenlivet". Sie liegt einsam und abgelegen in der Nähe des Dorfes Tomintoul an der Grenze der Speyside zu den Highlands, wird aber noch zur Speyside gezählt. Es ist eine moderne, erst 1973 errichtete Brennerei, mit cremefarbenen Gebäuden mit Pagodendächern, die sich sehr schön in die Landschaft einfügen. Die Produktion erfolgt nach neuesten Standards in mittlerweile sechs stills. Wegen der guten Qualität des produzierten Whiskys hat sich die Brennerei nicht nur einen Namen bei Blendern erworben, sondern wird auch als Single Malt stark nachgefragt. In diesem vollmundigen Whisky finden sich Aromen von Birnen, Pfirsichen und etwas Vanille. Der Geschmack ist sehr intensiv; zunächst blumig, dann üppig nach Birnen und Vanille. Ein erstklassiges Beispiel für die feine Verbindung von Trockenheit und Süße. Im voluminösen, lang anhaltenden weichen Finale bleibt die Süße, die an Marzipan erinnert, erhalten.
Der Name der Brennerei (ausgesprochen "bruchladdie") bedeutet "Abhang am Ufer". 1881 auf der Insel Islay gegründet, produziert sie immer noch mit den alten, aber sehr gepflegten Einrichtungen einen traditionellen Malt, heute unter der Leitung von Jim McEwan, dem früheren Brennereimanager von Bowmore. Der Bruichladdich ist etwas leichter und feiner als die Whiskys vom Südufer der Insel, unter anderem weil das örtliche Wasser weniger torfig ist und das Malz mit wenig Torf getrocknet wird. Er hat einen mittelschweren, abgerundeten Körper und sowohl in der Nase als auch im Geschmack finden sich intensive Aromen von Zitrusfrüchten und exotischen Früchten wie Banane, verbunden mit sanften Torf- und Seetangnoten. Das Finale ist warm und weich.
Der Name (ausgesprochen "Bu-na-ha-Venn", mit der Betonung auf der vorletzten Silbe) bedeutet "Mündung des Flusses". Die Destillerie liegt relativ einsam an der nordöstlichen Küste der Insel Islay, wurde 1881 gegründet und wechselte erst 2003 in den Besitz der Burn Stewart Distillers. Das Wasser zur Produktion wird einer unterirdischen Quelle des Flusses Margadale entnommen, das verwendete Malz wird zum großen Teil von den Port Ellen Maltings, aus dem Süden der Insel bezogen. Bei diesem Whisky handelt es sich um einen eher seltenen Bunnahabhain "Moine", der im Gegensatz zum "normalen" Bunnahabhain, die typische Leichtigkeit und Fruchtigkeit mit intensivem Torf verbindet. Kein Wunder, denn "Moine" steht für "Torf". Dieser Whisky besticht durch seine hell-goldene Farbe, entfaltet in der Nase Torf und Röstaromen, um im Mund neben der Torfigkeit, fruchtige und leicht süßliche Eindrücke zu erzeugen, die im langen Nachhall kaum nachlassen.
Der Name dieser schottischen Malt-Destillerie wird "cal-iela", mit einer Betonung auf dem langen "l" ausgesprochen. Er bedeutet soviel wie "Sund von Islay" und leitet sich von der geographischen Lage der Brennerei, nördlich von Port Askaig, ab. Zu erreichen ist diese einmalig schön gelegene Brennerei allerdings nur über eine kleine Stichstraße aus dem Landesinneren heraus. Dafür erwartet den Besucher der schöne Blick auf die bekannten Paps (gälischer Ausdruck für "Brüste") der in Sichtweite gelegenen Nachbarinsel Isle of Jura. Die 1846 gegründete Destillerie wurde 1974 grundlegend renoviert, wobei das neu errichtete stillhouse auf insgesamt sechs Brennblasen erweitert wurde, um der starken Nachfrage unter den schottischen Blendern nachkommen zu können. Aus diesem Grund war der Caol Ila als reiner Single Malt lange Zeit äußerst rar am Markt zu finden. Vom Stil her erwartet den Whiskykenner ein mittelgetorfter Islay-Whisky, nur leicht rauchig und torfig, somit ein guter aber auch arttypischer Vertreter seiner Heimat.
Die Distillery Cooley (benannt nach den nahe gelegenen Cooley Mountains) wurde erst 1987 von John J. Teeling gegründet und war damit die erste 'unabhängige' Distillery Irlands, nachdem zuletzt quasi die gesamte Whisky Industrie Irlands dem Pernod Ricard Konzern gehörte und nur noch Bushmills als Malt Distillery übrig geblieben war. John J. Teeling kaufte vom irischen Staat eine Industrie-Brennerei in Riverstown, nahe der nordirischen Grenze, kaufte die Pot Stills der längst stillgelegten Comber Distillery , eine mash tun der Moffat Distillery und auch die Fachleute wurden aus Schottland geholt. Cooley produziert heute sowohl reinen Irish Malt als auch Irish Blendet Whiskey. Der Cooley Irish Single Malt Whiskey ist ein reiner Brand aus gemälzter Gerste, zweimal gebrannt wie in Schottland üblich, der aber den typisch duftigen, "öligen" Charakter des "Irish" aufweist. Es ist ein sehr feiner, eleganter Aperitif-Whiskey mit Aromen von Vanille und Pfirsichen, Anklängen von Honigmelone und Banane. Sein Geschmack ist angenehm blumig und fruchtig.
Der Name der Destillerie (ausgesprochen "dal-ju-en") bedeutet' grünes Tal' oder' lange grüne Wiese'. Sie liegt in Charlestown-of-Aberlour, am südlichen Ufer des Spey und gehörte Ende des 19. Jahrhunderts zu den größten Brennereien der gesamten Highlands. Sie wurde 1852 gegründet und gehört seit 1987 zu United Distillers (UD). Das Wasser der Brennerei stammt vom Balliemullich und dem Green Burn. Das Malz wird von United Distillers-Maltings in Roseisle, Muir of Ord und Burghead bezogen. Die Brennerei Dailluaine verfügt über einen Maischbottisch (mash tun) aus Edelstahl und acht Gärbottiche (wash backs) aus Lärchenholz. Destilliert wird in drei wash stills und drei spirit stills die durch Dampf erhitzt werden. Nur etwa 2% der Produktion von Dailuaine gehen als Single Malt in den Verkauf. Diese werden ausschließlich in Sherry Butts gelagert, während der Whisky, der für das Blending verwandt wird in Ex-Bourbon Fässern gelagert wird. Es entsteht ein Whisky von hellem Goldton, der für die Nase fruchtige und würzige Düfte produziert, die vielschichtig sind und lang anhalten. Auf der Zunge fühlt sich der Dailuaine schwer und geschmeidig an. Aromen von Zimttoffee, Nuss, Sherrytöne bis Anklänge von Eichen und Erde sind erschmeckbar. Der Abgang ist zartwürzig, blumig mit Noten nach Gras und Erde.
Der Name ("dienstn" ausgesprochen) soll "starke Stadt" bedeuten. Ursprünglich war in den großen, grauen Gebäuden, in denen seit 1965 Whisky destilliert wird, eine 1784 gegründete Baumwoll-Mühle. 1972 wurde die Brennerei von Invergordon übernommen, die 1974 den ersten Single Malt unter dem Namen Deanston abfüllten. Auch wenn sich die Besitzverhältnisse in den folgenden Jahren mehrfach änderten, blieb der Name erhalten. Die Destillerie liegt nicht weit entfernt am Südufer des River Teith, dessen Wasser als Quelle für den produzierten Malt verwendet wird und gleichzeitig mit Hilfe einer Turbine den Strom für die Brennerei erzeugt. Es wird ein leichter, ungetorfter Whisky gebrannt, der sich nicht nur Kennern empfiehlt, sondern auch für Einsteiger die richtige Wahl ist.
Der Name dieser Brennerei (ausgesprochen „glen farkles“) bedeutet "Tal des grünen Graslandes" Sie liegt im Zentrum der Speyside nahe bei Ballindalloch Castle und ihr Whisky gehört zur ersten Kategorie, also zu den Malts, die von allen Blendern gesucht werden, um ihren Whisky zu veredeln. Das verwendete Wasser, von der Landschaft geprägt, die vor Jahrmillionen durch die ersten Gletscherbewegungen entstand, ist von ungewöhnlicher Reinheit. Dies macht es zu einem wichtigen Bestandteil des dort produzierten Malt. Seit 1865 ist die Brennerei im Besitz der Familie Grant, die einen Whisky mit dichtem Sherry-Aroma, etwas Rauch und Salz im Duft und mit voller Frucht und einem langen, milden Abgang produziert. Glen Moray: Die Distillery liegt am Ufer des Flusses Lossie in der Stadt Elgin, der Hauptstadt von Speyside. Ihr Name (ausgesprochen "glen móräi") bedeutet "Tal der Siedlung am See". Glen Moray Single Malt Whisky wird hier seit 1897 destilliert. Die Brennerei entstand aus dem Umbau einer alten Brennerei von 1828. Das Wasser Brennerei stammt vom River Lossie. Das Malz kommt von fremden Mälzereien (Pauls und Simpon's). Die Brennerei verfügt über einen Maischbottich (mash tun) aus Edelstahl und fünf Gärbottiche (wash backs) ebenfalls aus Edelstahl. Destilliert wird in zwei wash stills und zwei spirit stills, die durch Dampf erhitzt werden. Glen Moray hat seinen Platz in der Geschichte des Whisky sicher, denn hier begannen Macdonald & Muir mit ihren Experimenten des wood finishing, welches ihre andere Brennerei Glenmorangie später so berühmt machen sollte. Es erwartet Sie ein Whisky, etwas süß und sanft, mit einer würzigen Note. Spuren von Vanille, Karamel, Früchten und Veilchen. Im Abgang präsentiert er sich angenehm und trocken.
Der Name dieser Brennerei (ausgesprochen „Glen-Spéj“) bedeutet " Tal des Spey " und beschreibt ihre Lage mitten im Speytal. Das Gründungsdatum ist unbekannt. 1887 übernahm W. & A. Gilbey Ltd die Brennerei von James Stuart (s. a. Macallan). Gilbey wurde 1962 von IDV und die 1972 von Grand Metropolitan übernommen. Seit deren Fusion mit Guiness 1997 gehört die 1970 renovierte, von zwei auf vier stills erweiterte Brennerei UDV (Diageo).
Diese hübsche kleine Destillerie produziert einen feinen Malt, der bei Kennern auf dem europäischen Festland sehr beliebt ist. Die Whiskys dieser Distillerie sind leicht und duftig. Es finden sich Aromen von frisch gemähtem Heu und Getreide, würzigen Gräsern, süßer Vanille mit dem zarten Schmelz der weißen Schokolade. Er ist leicht und frisch, ein feiner Aperitif-Whisky.
Die Brennerei wurde 1915 von Donald und Alex Johnston gegründet und blieb im Familienbesitz bis 1954. Über mehrere Zwischenbesitzer ist sie 1990 zu Allied Distillers gekommen, das ist die zweitgrößte Distilleriegroup in Schottland nach Diageo. Früher gehörte die Distillerie zur Whitebread-Group (das ist ein großer Bierkonzern).
Laphroaig benutzt heute ausschließlich Bourbon Fässer. In den USA ist für die Produktion von Bourbon Whisky Vorschrift, dass ausschließlich jeweils neue Fässer verwendet werden. Deshalb werden die gebrauchten Bourbon Fässer für ca. 20,- Pfund/Stck. nach Schottland verkauft. Früher kosteten die Sherryfässer weit über 100,- Pfund/Stck. Bourbon Fässer werden von Laphroaig heute ausschließlich verwendet, weil Sie erstens billiger sind und vor allem Bourbonfässer weniger Eigengeschmack als Sherryfässer abgeben.
Laphroaig produziert einen Teil des Malzes heute noch selbst. Der dafür eingesetzte Torf wird auf dem eigenem Land von Laphroaig gestochen. Die obere Schicht des Torfes qualmt beim Verbrennen stärker, während die unteren, festeren Schichten weniger heiß brennen. Nur fünf Distillerien in ganz Schottland produzieren heute noch selbst eigenes Malz, zu diesen gehört eben auch die Distillerie Laphroaig.
Zum Mälzen wird der barley (Getreide) angefeuchtet. Dann keimt er 6 Tage, während dieser Zeit wird er regelmäßig gewendet. Die Temperatur beim Keimen sollte ca. 18° C betragen. Nach 6 Tagen wird das gekeimte Getreide in den Räucherturm (der Räucherturm hat das für schottische Distillerie typische pagodenförmige Dach) gefüllt. Der Boden ist lamellenförmig aufgebaut und besteht bei der Distillerie Laphroaig aus stainless steel. Durch die Lamellen kann der Qualm aus dem darunter liegenden Brennraum mit dem Torfeuer durch das Malz strömen und es dabei trocknen und aromatisieren. 13 Stunden wird das Malz geräuchert, die Temperatur sollte dabei 55°C nicht überschreiten. Danach wird 18 Stunden warme Luft durch das Malz geblasen um es weiter zu trocknen, damit es anschließend gemahlen werden kann.
Die Distillerie Laphroaig kann aber nur 10-20% des benötigten Malzes heute selbst produzieren, der Rest wird von den Port Ellen Maltings bezogen. Beim Mahlen wird das eigene produzierte Malz mit dem vom Port Ellen Malz vermischt. Gemahlen wird nachts, weil dann die Elektrizität billiger ist. Die washbacks sind komplett aus stainless steel, dies war noch von Whitebread veranlasst worden.
Beim Einmaischen werden drei Wässerungen gemacht (manche Distillerien machen sogar 4) auch hier wird das dritte Einmaischwasser für die erste neue Einmaischung verwendet.
Laphroaig verfügt über 4 low wines stills mit 7270/3630/3630/3630 gallons sowie über 3spirits stills a 10910 gallons. Wie alle andren schottischen Distillerien gibt es zwei Brenn-Vorgänge (nur die Distillerie Auchentoshan im Lowland produziert sogar mit 3 Vorgängen). Das Mittelstück produziert spirit mit 64% bis 75%Vol., die fore shots haben etwa 75% vol und die feints 64%Vol.. Feints und fore shots gehen beide in den low wine (ca. 21%) und erhöhen den Alkohohlgehalt des low wines auf etwa 28%vol. Die stills von Laphroaig sind besonders hoch, das ergibt einen großen Reflux (das bedeutet, dass die Dämpfe oben an den Stillwänden kondensieren und zurück in den pot laufen). Dadurch wird die Qualität des Brandes wesentlich besser. Auch bei Laphroaig werden die nahezu alkoholfreien Brennreste der low wine stills ins Meer gepumpt.
Diese Brennerei wurde 1894 erbaut und liegt zwischen den Orten Elgin und Rothes in der Speyside. Jim Murray zählt in seinem Buch "The Complete Guide to Whisky" den Londmorn zu den zehn besten Whiskys der Welt. Der Duft des Longmorn ist fein und fruchtig, im Geschmack ist er voll und komplex mit Spuren von Blumen und Haselnüssen.
Die Brennerei (ausgesprochen: "mackàllan"), gegründet 1824, ist seit vielen Jahren regelrecht der Kultwhisky für Kenner in aller Welt. Übersetzt bedeutet der Name "Sohn des Allan".
Die Brennerei liegt in der Speyside gegenüber von Craiggellachie, oberhalb der bekannten Rundbogenbrücke Telfords. Bis 1996 befand sich Macallan im Besitz der Gründerfamilie, bis eine unfreiwillige Übernahme durch die Highland Destillers stattfand, die nicht zu verhindern war. Von den neuen Eigentümern wurden allerdings keinerlei Änderungen im Betrieb der Brennerei vorgenommen, um den Ruf den Macallan in der ganzen Welt genießt, nicht zu beschädigen. Der destillierte Whisky wird in Sherryfässern (meist Oloroso) gelagert, die direkt aus Spanien importiert werden. Bourbonfässer finden nur Verwendung für Lieferungen an unabhängige Abfüller. Heute lagern über 150.000 Fässer in den warehouses der Brennerei. Dieser Whisky ist ein ausgezeichnetes Beispiel für die subtile Verbindung von Sherryholz und Malt Whisky. Die vielfältigen und feinen Aromen reichen von Calvados über Karamel, Torf, einer Prise Pfeffer bis zur Honigsüße. Ein erstklassiger und komplexer Digistif-Whisky mit weichem, warmen Finale.
Den Namen dieser über 150 Jahre alten Brennerei (ausgesprochen "mort-lack" oder "mort-lach") übersetzen nicht wenige mit "Massaker an den Wildgänsen", zurückgehend auf die vernichtende Niederlage der Dänen im Jahr 1010 durch den schottischen König Malcolm II, bei der die Dänen mit Wildgänsen bezeichnet wurden. Andere Übersetzungen sprechen lediglich vom "schüsselförmigen Tal" oder aber auch vom "großen grünen Hügel". Die Lage der Brennerei zählt zur Speyside und befindet sich direkt am Ortsausgang von Dufftown, der sogenannten Whiskyhauptstadt Schottlands. Mortlach war die erste von insgesamt sieben Brennereien, die im Laufe der Zeit an diesem Ort errichtet wurden. Gegründet 1832, möglicherweise aber auch schon 1824 wird hier ein Whisky produziert, der aufgrund seiner hohen Qualität sehr gern von vielen Blendern eingesetzt wird und deshalb nur selten als Single angeboten wird. Als Single Malt erwartet den Whiskykenner allerdings ein umwerfendes Aroma von würzigem Malz, das sich im Mund mit dem Geschmack von Holz und leichter Frucht fortsetzt.
Die Port-Allen-Maltings sind keine Brennerei, sondern eine Malzmühle auf der Insel Islay. Auch für den Malt Whisky der Insel Islay kommt die verwendete Gerste heute aus der ganzen Welt, sie wird von speziellen Mälzereien industriell gemälzt und fertig an die Distillerien geliefert.
Die Port-Allen-Maltings beliefern fast alle Brennereien der Insel und auch einige auf dem Festland mit Gerstenmalz, das nach Wunsch des Kunden gepeated wird .
Die meisten Brennereien mälzen ihre Gerste heute nicht mehr selbst, sondern beziehen es von Mälzereien fertig. Auf Islay stellen z.B. Bowmore und Laphroaig aber auch heute noch wenigstens einen Teil des verwendeten Malzes selbst her, den Rest beziehen sie von Port-Allen-Maltings. Außer Laphroaig und Bowmore produzieren heute nur noch Highland Park, Springbank und Dalweny eigenes Malz.
Der Name der Brennerei (ausgesprochen "tamdu") bedeutet übersetzt: "kleiner grüner Hügel" oder "grüner Busch". Sie liegt am unteren Spey, dicht bei Knockando und wird nur durch eine mittlerweile stillgelegte über 100 Jahre alte Eisenbahnstrecke vom Fluss getrennt. Der kleine Bahnhof des Ortes diente der Brennerei jahrelang als Besucherzentrum. 1896 gegründet und in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts umgebaut, versteht sich die Brennerei als sehr traditionsverbunden und lokal verwurzelt und setzt vorrangig Rohstoffe aus der Region ein. Die Anlage wurde um eine eigene Quelle herum gebaut, die Gerste stammt aus unmittelbarer Umgebung, ebenso wie der gestochene Torf. Tamdhu ist stolz darauf als einzige Brennerei Schottlands noch all ihr Malz selbst zu produzieren. Der Whisky hat einen festen und intensiven Körper. Sein Geschmack ist zunächst üppig fruchtig (reifer Pfirsich und eine Spur Banane), dann würzig (Anklänge von Karamell, Vanille und einer Spur Pfeffer) und sherrytönig; lang anhaltendes sanft-süßes malziges Finale. In diesem abgerundeten Digistif-Whisky verbinden sich alle Aromen auf das Feinste.
Der Name dieser Brennerei (ausgesprochen „Tam-na-vú-lin“) bedeutet " Mühle auf dem Berg ". Sie liegt zwischen der berrühmten Bridge of Avon und Tomintoul an der B 9008. 1956/57 von einer Tochter der Invergordon Distillers Group gegründet und mit dieser 1994 von Whyte & Mackay. Sie ist ein ausgezeichnetes Beispiel für eine moderne Destillerie, die mit traditionellen Methoden arbeitet.
Der Malt Whisky von Tamnavulin ist leicht, fruchtig und leicht würzig, mit Aromen frischem Apfel, Birne, Pfirsich und etwas Vanille, auch Stroh, Getreide und Kräutern. Weich, mild, ist er ein Malt für wirklich alle Gelegenheiten.
Der Name dieser Brennerei (ausgesprochen „Toober-móri“) bedeutet " Marias Brunnen ". Sie liegt am Rande des gelichnamigen Hafenstädtchens auf der Insel Mull. Die Brennerei wurde vermutlich 1795 von John Sinclair gegründet. Sie war von 1930 bis 1972 geschlossen und wurde als Ledaig Distillery wieder eröffnet. 1975 folgte ein Konkurs. 1978 wurde sie dann als Tobermory wieder eröffnet. 1981-1989 war sie erneut geschlossen. Seit 1990 ist sie wieder in Produktion. 1993 wurde sie von den Burn Stewart Distillers plc. gekauft.
Das verwendete Wasser kommt aus dem Brennerei-eigenen privater See: Mishnish Loch. Tobermory produziert jährlich etwa 1 Millionen Liter Malt Whisky, ein mittelschwerer, angenehm rauchiger, leicht torfiger Whisky mit feinem Vanilleton. Der Geschmack ist zunächst trocken und etwas kräuterwürzig mit einer Prise Pfeffer, dann zartfruchtig (Pfirsich), an Schokolade erinnnernd und im Finale bleibt die leicht sherrytönige Süße. Sein mittelschwerer Körper macht ihn zu einem Whisky für viele Gelegenheiten.
Die Destillerie hatte durch die ständig wechselnden Besitzer und unterschiedlicher Qualitäten der „Malts“ einen schlechten Ruf. Seit 1993 hat sich das geändert; es ist wieder eine einheitlich sehr gute Qualität zu erkennen und es werden wieder „schwerere“ Malts mit getorftem Malz unter dem Namen „Ledaig“ produziert.
Der Name der Brennerei (ausgesprochen: Tomátn) bedeutet übersetzt "Wacholderhügel".1897 von Tomatin-Spey District Distillery Co gebaut, die bald in Konkurs gingen. 1909 von der New Tomatin Distillers Co wiedereröffnet. Von 1956-1974 Erweiterung zur größten Brennerei Schottlands mit einer Vollkapazität von 12,5 Millionen Liter: stufenweise von zwei auf (1974) 23 stills, von denen heute 12 in Betrieb sind. Nach Konkurs 1986 von dem japanischen Konsortium Takara Skuzo & Okura gekauft. Aber die Japaner sind Traditionalisten mit einem Hang zum Perfektionismus - und das wird der Qualität und dem Geschmack der Single Malts auf keinen Fall schaden. Sie produziert Whisky mit einem gelungenen Gleichgewicht zwischen Torfigkeit und süßem Malzgeschmack. Der Whisky duftet fruchtig und warm, sein Geschmack ist sehr lebendig und erinnert an Pfirsiche, Honig, Schokolade, Wacholderbeeren, etwas trockenen Sherry und ist ganz leicht pfeffrig. Er ist ein klein wenig torfig und wird durch zarte Röstaromen abgerundet. Ein sehr komplexer, nachhaltiger Digistif-Whisky mit festem Körper.
Der Name der Brennerei (ausgesprochen: Tulli-bárdin) bedeutet übersetzt " Hügel von Bardine". Die heutige Brennerei wurde 1949 unter Einbeziehung einer ehemaligen Brauerei durch Delme Evans für Tullibardine Distillery Ltd gebaut. Der Nachfolgebesitzer wurde 1971 von Invergordon übernommen. 1973/74 von zwei auf 4 stills vergrößert. 1994 von Whyte & Mackay gekauft, deren Mutter Fortune Brands sie 1995 schlossen. Im Sommer 2002 unter Kyndal wieder eröffnet.
Die Destillerie produziert einen süßen, sehr delikaten Whisky. Der Whisky reift in Fässern aus amerikanischer Weißeiche. Ein feiner Aperitif-Whisky mit mittelschwerem Körper und Aromen von Pfirsichen, würzigem Heu und einer Prise Pfeffer. Sein Geschmack erinnert an reife Pfirsiche ist dann grasig-würzig mit einem angenehmen Hauch Pfeffer. Sein Finale ist lang anhaltend und warm.
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